{"id":45,"date":"2021-03-31T17:27:37","date_gmt":"2021-03-31T15:27:37","guid":{"rendered":"https:\/\/hospizbewegung-goeppingen.de\/neu\/?page_id=45"},"modified":"2021-03-31T17:27:37","modified_gmt":"2021-03-31T15:27:37","slug":"die-hospizbewegung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/hospizbewegung-goeppingen.de\/neu\/die-hospizbewegung\/","title":{"rendered":"Die Hospizbewegung"},"content":{"rendered":"\n<p>Die moderne Hospizbewegung (hospitium = lat. Herberge) sieht sich in der Tradition derjenigen Herbergen, die ab dem Ende des 4. Jahrhunderts nach Christus entlang der Pilgerrouten in ganz Europa entstanden und die gleicherma\u00dfen gesunden und kranken Pilgern Gastfreundschaft boten. Erst im Laufe der Zeit hatten die Herbergen vorrangig die Pflege kranker Menschen zum Ziel. An diese \u201aHerbergen\u2019 kn\u00fcpft die moderne Hospizbewegung symbolisch an, indem sie Orte schaffen will, an denen schwerstkranke und sterbende Menschen auf ihrem letzten Weg versorgt und begleitet werden, damit sie an ihrem Lebensende in W\u00fcrde Abschied nehmen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Sinne gr\u00fcndete Dame Dr. Cicely Saunders 1967 das St. Christopher&#8217;s Hospice in London. Von dort breitete sich die moderne Hospizbewegung in viele L\u00e4nder innerhalb und au\u00dferhalb Europas aus. In den 80er Jahren wurden auch in Deutschland die ersten hospizlichen und palliativen Einrichtungen gegr\u00fcndet. Neben dem vielfachen Einsatz auch vieler Hauptamtlicher wurde die Hospizbewegung wesentlich von der \u00dcberzeugungskraft und dem Engagement zahlreicher B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger als eine B\u00fcrgerbewegung getragen. Motiviert war dieses Engagement von der von Tabuisierung gekennzeichneten, h\u00e4ufig unw\u00fcrdigen Situation schwerstkranker und sterbender Menschen vor allem in Krankenh\u00e4usern, aber auch in anderen modernen Einrichtungen. Es fehlte \u2013 und fehlt auch heute noch \u2013 h\u00e4ufig eine angemessene Betreuung schwerstkranker Menschen, die den k\u00f6rperlichen, sozialen, psychischen und spirituellen Bed\u00fcrfnissen am Lebensende umfassend Rechnung tr\u00e4gt und die Angeh\u00f6rigen und Nahestehenden einbezieht.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis heute w\u00e4chst das ehrenamtliche hospizliche Engagement in Deutschland stetig, zurzeit engagieren sich unter dem Dach des Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e.V. ca. 120.000 Menschen b\u00fcrgerschaftlich, ehrenamtlich oder hauptamtlich in der Hospiz- und Palliativarbeit, eine gro\u00dfe Zahl davon ehrenamtlich (Stand August 2018). Das T\u00e4tigkeitsfeld der ehrenamtlich Engagierten im Hospiz- und Palliativbereich ist vielf\u00e4ltig und facettenreich. Der Schwerpunkt der ehrenamtlichen Arbeit liegt in der psychosozialen und spirituellen Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen sowie ihrer Angeh\u00f6rigen. Dar\u00fcber hinaus engagieren sich Ehrenamtliche in Vorst\u00e4nden von Vereinen, in der \u00d6ffentlichkeitsarbeit und der Verwaltung. Die Ehrenamtlichen stellen, indem sie f\u00fcr die Patientinnen und Patienten und die Angeh\u00f6rigen da sind, ihnen Zeit schenken und auf ihre W\u00fcnsche und Bed\u00fcrfnisse eingehen, sicher, dass vor allem die psychosozialen Bed\u00fcrfnisse schwerstkranker und sterbender Menschen Ber\u00fccksichtigung finden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Engagement ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist unerl\u00e4sslich, um eine umfassende hospizliche und palliative Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen und ihrer Angeh\u00f6rigen sicherzustellen. Zum anderen tragen die ehrenamtlich engagierten Hospizbegleiter dazu bei, die Hospizidee als ein Gesamtkonzept der Hospiz- und Palliativversorgung zu verbreiten und zu f\u00f6rdern und die Themen Tod und Sterben als Teil des Lebens ins gesellschaftliche Bewusstsein zu r\u00fccken.<\/p>\n\n\n\n<p>(Quelle: <a href=\"http:\/\/www.dhpv.de\/themen_hospizbewegung.html\">www.dhpv.de\/themen_hospizbewegung.html<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die moderne Hospizbewegung (hospitium = lat. Herberge) sieht sich in der Tradition derjenigen Herbergen, die ab dem Ende des 4. Jahrhunderts nach Christus entlang der Pilgerrouten in ganz Europa entstanden und die gleicherma\u00dfen gesunden und kranken Pilgern Gastfreundschaft boten. Erst im Laufe der Zeit hatten die Herbergen vorrangig die Pflege kranker Menschen zum Ziel. 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